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Stammtisch Biodiversität

Der Stammtisch Biodiversität

ist ein Treffpunkt zum Netzwerken und zum offenen Austausch über Themen rund um unsere Natur. Externe Referenten berichten zu spannenden Themen wie Dachbegrünung, naturnaher Garten oder biodiverse Gartengestaltung. 

Der Stammtisch ist ein Angebot für alle Bürger:innen, die gerne etwas zur Biodiversität beitragen möchten und Gersthofen grüner machen wollen. Zunächst übernehmen die Naturfreunde Gersthofen die Organisation. Der Stammtisch Biodiversität wird sich in regelmäßigen Abständen treffen. Der erste Stammtisch findet am 19.Oktober 2022 um 19:00 Uhr im Vereinsheim des DAV statt. Ziel ist es, dass weiterhin wechselnde Referenten bei den Treffen dabei sind, zu spannenden Themen referieren, Einblicke in ihre Projekte geben und zum Nachmachen einladen.

Die nächsten Termine und Referenten

Mittwoch, 19. Oktober 2022, 19 Uhr: Treffpunkt am Vereinsheim des DAV (Deutscher Alpenverein, Westendstr. 20, 86368 Gersthofen)

Agenda:
 
1. Begrüßung (Naturfreunde, Erster Bürgermeister Michael Wörle)
 
2. Vortrag "Biodiversität in Gersthofen: 2 Jahre Biodiversitätsdialog. Rückblick, Ausblick, Weitblick."
Dr. Philipp Unterweger - Biodiversitätsplaner
 
Die biologische Vielfalt ist in aller Munde. Auch Gersthofen handelt. Seit 2019 wird im Rahmen eines Biodiversitätsdialogs das Thema Biodiversität verstärkt beherzigt. Durch einen regelmäßigen Austausch mit verschiedenen Akteuren werden übersehene Schätze gehoben, unterschätztes Gewürdigt und neue Projekte angestoßen. Ganz im Sinne der 17 Nachhaltigkeitsziele der vereinten Nationen und dem Bürgerauftrag "Rettet die Bienen" werden im gesamten Stadtgebiet unterschiedliche Maßnahmen eigeführt, umgesetzt und begleitet, die der nachhaltigen Transformation dienen. 

Philipp Unterweger ist promovierter Biologe und seit 2018 als Biodiversitätsplaner und -berater aktiv. Dabei unterstützt er Kommunen, Industrie, Landwirtschaft und Private in allen Fragen rund um die biologische Vielfalt. Unabhängig und bestens vernetzt werden alle Themen angesprochen. Ziel aller Projekte und Maßnahmen ist es, das bestmögliche herauszuarbeiten und regional zu gestalten. Kapieren, Kopieren und Kooperieren sind dabei wichtige Grundlagen um aus Städten aktive, lebendige und vielfältige Lebensräume für Mensch und Natur zu machen. 

3. Vortrag „Wie soll unsere Zukunft im Garten aussehen“
Klaus Benkhart, Kleingartenverein Gersthofen
 
Ohne Bienen würden wir max. 5 Jahre überstehen.

Bienen sind Lebewesen mit Besonderheiten. Sie sind im Gegensatz zu Wespen Vegetarier, stören den Menschen eigentlich nicht, außer Sie fühlen sich bedroht. Eine Biene kann nur einmal stechen (nur die weiblichen Bienen können stechen) wenn Sie den Stachel verliert stirbt die Biene. Anders bei Wespen die sind Allesfresser und können mehrmals stechen und ärgern deshalb den Menschen beim Essen!
Aber es geht aber nicht nur um Bienen, sondern um die Natur einschließlich des Menschen. Die Natur ist optimal eingerichtet, alles regelt sich von selber. Nur wenn der intelligente Mensch eingreift, dann geht alles drunter und drüber. Deshalb betrachten wir einmal alle Insekten: Wenn die Natur im Einklang ist, dann leben viele Insekten in Ihrem Garten, was auch heißt viele Vögel, denn Sie finden dadurch genügend Nahrung…..

Klaus Benkhart ist seit über 16 Jahren im Kleingartenverein- Gersthofen ehrenamtlich tätig. Er ist vom LBK geprüfter Wertgutachter für Kleingärten und geht alle 2 Jahre auf Fortbildungskurse zur Weiterbildung.Seit kurzen ist er auch staatl. geprüfter Gutachter für Naturgärten.

 
4. Offener Austausch

Der nächste Termin wird voraussichtlich im März/April 2023 stattfinden. Sobald das Datum und die Referent:innen feststehen, wird alles hier veröffentlicht.

 

 

Wo kommt das Konzept her?

Ursprünglich hatte die Stadt Gersthofen den "Runden Tisch Biodiversität" 2018 ins Leben gerufen um aktiv auf das Bürgerbegehren „Rettet die Bienen“ zu reagieren. 
Beim 6. Termin im Juni 2022 trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Bahnhof Gersthofen, um dann mit dem Fahrrad verschiedene Stationen abzufahren.
Marcus Motzke, Sachgebietsleiter Bauhof, und Ulrike Seibert, Klima- und Nachhaltigkeits-Managerin der Stadt Gersthofen, erklärten an jeder Station, welche Fortschritte in Sachen Biodiversität gemacht wurden. Von den Blühwiesen und Grünflächen über Nisthilfen bis zur Pflasterfugenvegetation konnten Interessierte direkt vor Ort sehen, wo und wie sich die Stadt engagiert.
Der „Runde Tisch Biodiversität“ war in den letzten Jahren ganz bewusst keine offene Runde, sondern ein exklusives Treffen derer, die sich in der Stadt Gersthofen für Naturthemen einsetzen. So wollte man Projekte anstoßen und Engagierten eine Plattform bieten: Die Naturfreunde präsentierten beispielsweise ihre Anlage, Lehrer:innen setzten sich erfolgreich für die Widerbelebung von Schulgärten ein, ein Hobbyimker gab sein Wissen weiter und gewann sogar eine bundesweite Auszeichnung.