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Update zum Abkochgebot: externe Manpower unterstützt bei der Ursachenfindung

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Keine offensichtliche und nachweisbare Ursache zu sehen

 

Erster Bürgermeister Michael Wörle, welcher aufgrund der Situation vor Ort seinen Urlaub abbrach und seit vergangener Woche mit allen Beteiligten am Projekt arbeitet, erklärt: „Unser Leitungsnetz ist wie Gersthofen selbst in den vergangenen Jahrzehnten weitergewachsen. Wir haben schon vor drei Jahren erkannt, dass wir unser Versorgungsnetz für die Zukunft optimieren müssen, denn unsere Stadt wird immer größer. Die letzte Prognose sagt bis zum Jahr 2030 27.000 Einwohner voraus. Darum haben wir uns schon, bewusst bevor überhaupt Probleme auftreten, mit verschiedenen Wasserthemen und Szenarien auseinandergesetzt und haben uns vor allem die Leistungsfähigkeit und Energiebilanz unseres Wasserwerks im Detail angesehen. Wir sind an dieser Stelle also schon weiter, als viele andere Kommunen. Nun hat uns durch eine routinemäßige Probe eine zusätzliche Aufgabe mit höchster Priorität ereilt. Nämlich das Aufzeigen und Umsetzen potentieller Maßnahmen im Versorgungsnetz, die wir im Rahmen unserer Begutachtung, die unabhängig vom Abkochgebot bereits seit einigen Monaten lief, nun noch intensiver vorantreiben. Seit heute arbeiten wir hierfür nochmals mit zusätzlichen Spezialisten im Ingenieur- und Wasserbereich. Bis vor gut zwei Wochen waren all unsere Proben unauffällig, die Keimbelastung trat plötzlich auf. Trotz intensiver Diagnostik konnte noch keine offensichtliche und nachweisbare Ursache gefunden werden.“

Belastung weiter rückläufig – Entwarnung kann jedoch nicht gegeben werden

Das Stadtoberhaupt versteht die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger, doch macht deutlich: „Das Abkochgebot wurde aufgrund einer Belastung von 2 coliformen Keimen auf 100 ml Probemenge ausgesprochen. Das ist ein äußerst geringer Wert, auch wenn er natürlich den Grenzwert, der ganz klar bei null liegt, überschreitet. Seit Tagen stellt sich die Belastung als rückläufig dar, das ist ein gutes Zeichen. Allerdings ist dies nur eine Momentaufnahme – wir können keine Entwarnung geben. In der jetzigen Situation nutzen wir alle Möglichkeiten zur Ursachenanalyse. Sofortmaßnahmen sowie kurz- und mittelfristig Optimierungsansätze werden mit Nachdruck geplant und umgesetzt, wie zum Beispiel bauliche Veränderungen oder die Reinigung von Spülschächten und Netzlüftungsschächten. Wir können zum heutigen Tag nicht garantieren, dass das Abkochgebot die einzige Gegenmaßnahme für Bürgerinnen und Bürger bleibt. Dies ist ein Erfahrungswert aus anderen Kommunen. Falls wir in die Chlorung müssen, werden wir darüber aber umfassend und mit ausreichend Vorlauf informieren.“

Bisher versuche man die Chlorung noch zu vermeiden, denn sobald ein Tropfen Chlor ins Leitungsnetz wandert, ist Ursachenfindung fast unmöglich, so Wörle weiter. Ab diesem Zeitpunkt wird jede Keimbelastung vernichtet und damit auch jeder Fußabdruck, den diese hinterlässt. Der Ursache für die Belastung dann auf die Spur zu kommen, ist nahezu ausgeschlossen.

Unter der „Servicehotline Wasser“ können Bürgerinnen und Bürger jederzeit weitere Fragen stellen. 24 Stunden täglich sind Mitarbeiter hierfür unter 0821/2491-333 erreichbar.

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