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Klimaschutz

Wärmezukunft Gersthofen – Konzepte zur integrierten Wärmenutzung

Die Stadt Gersthofen hat 2014 mit der Entwicklung eines Energienutzungsplans erstmalig Kennwerte über die Energieumsätze ihrer Liegenschaften, der Bürger und der Unternehmen erhoben. Diese Kennwerte dienen der Stadt als Grundlage für eine vorausschauende Energieplanung. Im Jahr 2015 wurden dann in einem Energie-Leitbild die Handlungsschwerpunkte definiert, um die natürlichen Ressourcen zu schonen und die Energieeffizienz zu steigern.

Speziell im Bereich der Wärmeversorgung unternimmt die Stadt nun weitere Anstrengungen: durch die Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes „Integrierte Wärmenutzung“ werden wichtige Informationen für weitere Maßnahmen erarbeitet. Das Klimaschutzteilkonzept betrachtet dabei die Wärmeversorgung der Stadt Gersthofen und ihren Ortsteilen auf ganzheitlicher Basis. In die Erhebung fließen vielfältige Daten mit ein, die über ein Geoinformationssystem ausgewertet werden.

Die Studie liefert einen wertvollen Beitrag für die Planung der zukünftigen Stadtentwicklung. Beispielsweise wird der Wärmebedarf lokal aufgelöst analysiert, um Gebiete zu ermitteln, die sich für eine Nahwärmeversorgung eignen könnten. Auch die aktuell zum Einsatz kommenden Energieträger sowie die hervorgerufenen CO2-Emissionen sind dabei von Interesse.

Hierauf aufbauend werden anschließend mögliche Optimierungsmaßnahmen erarbeitet und in einem handlungsorientierten Maßnahmenkatalog zusammenfasst. Dies können beispielsweise Vorschläge für Effizienzmaßnahmen oder den Aufbau von Wärmenetzen u.a. sein. Damit wird der Stadt ein Instrument zur Entwicklung weiterer konkreter Energieziele bereitgestellt. Insgesamt sollen die Ideen und Maßnahmen dazu beitragen, dass die Stadt Gersthofen eine nachhaltige und bezahlbare Wärmeversorgung auf Basis von Effizienz und Nutzung erneuerbarer Energien erreicht.

Die Studie wird von der Stadt Gersthofen in Zusammenarbeit mit einem renommierten Institut durchgeführt und durch Bundesmittel gefördert.

Förderkennzeichen:      03K03811

Förderzeitraum:              01.09.2016 – 31.08.2017

Das Klimaschutzteilkonzept wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit -vertreten durch den Projektträger Jülich/Forschungszentrum Jülich GmbH - im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

 

 

Energieeffizienz in der Wasserversorgung

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Weitere Informationen zur Nationalen Klimaschutzinitiative erhalten Sie auf der Homepage des Bundesumweltministeriums und des Projektträgers Jülich.

Wasserwerk rüstet sich für Energiewende

Das Bundesumweltministerium fördert mit der Nationalen Klimaschutzinitiative ebenfalls die Entwicklung von Ideen zur Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung in der Trinkwasserversorgung. Auch die Stadtwerke Gersthofen haben sich erfolgreich um die Aufnahme in das Förderprogramm beworben. Mit Unterstützung des Bundesministeriums rüstet sich die kommunale Trinkwasserversorgung für die Energiewende. So wird das Wasserwerk mit fachkundiger Unterstützung ein Konzept zur Verbesserung der Energieeffizienz in der Wasserversorgung erstellen. Das Konzept soll als strategische Planungs- und Entscheidungshilfe dienen, um zu zeigen, wie mittels klimafreundlicher Maßnahmen Treibhausgase und Energieverbräuche nachhaltig reduziert werden können. Neben der Bestandsanalyse und der Erstellung einer Energie- und Co2-Bilanz gehört auch die Ausarbeitung eines Maßnahmenkatalogs zu den Inhalten des Förderprogramms.

Obwohl die Trinkwasserversorgung zu den klimafreundlichsten Branchen zählt, konnten durch die Teilnahme an der Förderinitiative weitere Energieeinsparpotenziale identifiziert werden. Mit folgenden Maßnahmen wird der Energiebedarf der Gersthofer Wasserversorgung um ca. 10 % reduziert:

  • Verbau von energieeffizienten Netzdruckpumpen
  • Verbesserung der Pumpsteuerung und damit Betriebsoptimierung im Sinne des Klimaschutzes

Das Vorhaben in Kürze

Titel: Klimaschutz-Teilkonzept “Klimafreundliche Trinkwasserversorgung“ in Gersthofen
Laufzeit: 01.08.2015 – 31.07.2016

Beteiligte Partner: Schneider-Leibner Ingenieurgesellschaft mbH

Förderkennzeichen: 03K01873

Gesamtvolumen: 49.600,00 Euro (davon 50 %-ige Förderung durch das Bundesumweltministerium)

Ansprechpartner

Sutter Manuel

Telefon 0821/2491 - 492
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